Altbauerhaltung heute

Oft wird der Begriff Altbauerhaltung mit dem Begriff Denkmalpflege verwechselt. Einige der Ziele sind identisch, andere jedoch weisen in die beinahe entgegen gesetzte Richtung. Bei der Denkmalpflege geht es im Sinne eines vom Volk erteilten Auftrages darum, kulturell relevante Anwesen, Ortsbilder oder Landschaften zu erhalten und zu schützen. Die Ökonomie sowie die Interesse des Einzelnen stehen dabei im Hintergrund. Um den Auftrag wahr zu nehmen, werden die Liegenschaften des öfteren von der öffentlichen Hand übernommen und mit staatlichen Geldern saniert und renoviert. Was nicht selten zu einem musealen Selbstzweck des Gebäudes führt. Die Altbauerhaltung setzt an einem anderen Punkt an.


Werte erkennen

Bei der Altbauerhaltung geht es viel mehr darum, den Wert der bestehenden Substanz zu erkennen und im Sinne des Eigentümers zu sichern. Dabei ist es sehr wichtig, dass die Substanz durch den Fachmann mit den modernsten Mitteln der Wissenschaft auf ihre Abnutzung und Qualität geprüft wird. Mit Computersimulationen und einer gesamteuropäischen Datenbank kann die noch zu erwartende Lebensdauer des Bauteils bestimmt werden. So ist es heute möglich, unter Berücksichtigung einer weiteren Nutzung, den gegenwärtigen Erhaltungsgrad einer Liegenschaft sehr genau zu bestimmen.


Werte erhalten

In einem weiteren Schritt geht es darum, auf Grund der Analyse und Prognose das weitere Vorgehen zu bestimmen. Wird eine schlechte Bausubstanz diagnostiziert und ergibt sich keine historische Relevanz, können wir dem Kunden ohne Druck der Öffentlichkeit mit Blick auf eine optimale Lösung den Abbruch der Liegenschaft empfehlen. Sehr oft jedoch zeigt sich, dass eine gezielte Sanierung verbunden mit einer Nutzungsoptimierung ein besseres Resultat erzeugt. Hier wird deutlich, dass es sich bei einem auf Altbauerhaltung spezialisierten Büro um einen modernen Dienstleistungsbetrieb handelt, bei dem die Interessen des Kunden im Vordergrund stehen.


Ökonomisch handeln

Aufgrund der Analyse ist es möglich, die Baukosten beinahe so genau zu bestimmen wie bei einem Neubau. Somit werden dem Kunden finanzielle Überraschungen erspart. Gerade bei günstigen Umbauten ist es wichtig, dass am richtigen Ort gespart wird. Dies ist nur mit einer sorgfältigen Analyse und einer seriösen Projektierung und Kostenplanung möglich.


Was ist ein Altbau

Dass eine Liegenschaft aus dem neunzehnten Jahrhundert ein Altbau ist und dass dieser Fachmännisch und mit grosser Sorgfalt renoviert werden muss, ist für alle verständlich. Doch dass bei Liegenschaften aus den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts schon Probleme auftreten, die die Altbauerhaltung betreffen, erscheint nicht immer einleuchtend.
In welchen Fällen empfiehlt es sich, einen Altbauspezialisten zu beauftragen? Bei einer unter Denkmalschutz stehenden Liegenschaft ist es offensichtlich, dass man die Arbeiten an einen Experten überträgt. Aber auch bei Schädlingsbefall in Form von Pilzen, Insekten oder Flechten empfiehlt es sich, die Analyse und Planung des weiteren Vorgehens dem auf Altbauerhaltung spezialisierten Architekten zu übertragen. Weiter ist bei der Instandsetzung von wertvollen und kunstreich verzierten Materialien wie Täfer und Holzböden sowie bei bearbeiteten Natursteinen oder sogar aufwendig geformten Betonelementen, welche sehr oft, der teuren Handarbeit wegen, in dieser Form nicht mehr ersetzt werden können, Fachwissen unverzichtbar. Auch wenn mit bescheidenen Mitteln umgebaut oder renoviert werden muss, ist es entscheidend, dass nicht am falschen Ort gespart wird. Oder ganz einfach: Wenn es darum geht, eine Liegenschaft in einwandfreier Qualität zu erhalten, ist das Zusammenarbeiten mit einem Altbauspezialisten die richtige Wahl.